Streitschlichtung

Das SSP (Streitschlichterprogramm) ist ein Modell konstruktiver Konfliktbearbeitung nach den Methoden der Mediation. Bei auftretenden Konflikten zwischen Schülern vermitteln unparteiische Dritte, die von beiden Parteien akzeptiert werden. Sie führen die Konfliktparteien durch einen Klärungsprozess, der die Kontrahenten befähigt, gemeinsam eine einvernehmliche Konfliktlösung zu finden. Das Ziel ist eine Einigung, die von den Konfliktparteien unterzeichnet und umgesetzt wird.

Dieses Schlichtungsangebot besteht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-7. Streitende können sich in einem hierfür eingerichteten Schlichtungsraum bei den Schlichtem melden oder werden vom Lehrer aufgefordert, dieses Angebot zu nutzen. Damit dient das SSP in den Eingangsklassen dem Abbau von Aggressionen und dem konstruktiven Umgang mit Konflikten, es hilft die noch gängige Strafpraxis abzubauen, und stärkt vor allem die Eigenverantwortlichkeit der Schüler/innen.

Für das SSP werden in jedem Schuljahr Schüler/innen der Jahrgangsstufe 9 zu Schlichtem ausgebildet, um dann in der Jahrgangsstufe 10 als Schlichter eingesetzt werden zu können. Während dieser Ausbildung erwerben die Schüler/innen eine Vielzahl sozialer Fähigkeiten, die sie für Studium und Beruf zusätzlich qualifizieren. Insgesamt verbessert das SSP das Schulklima und trägt zu einem verständnisvolleren und verantwortlicheren Umgang der Schüler untereinander bei.

Ausbildung und Durchführung werden von einem Lehrerteam organisiert und begleitet.


Bericht über das Streitschlichterwochenende 2016